An einem denkwürdigen Tag anno 1983 ertönte am 17ten September, pünktlich zum Spätfilm mein erster Schrei durch die Gänge des St. Josef Stiftes zu Celle. Das 'kleine Prinzesschen', ausgestattet mit zwei großen Brüdern und einem ziemlichen Dickkopf hatte das Licht der Welt erblickt und entschieden: Hier bin ich Tier, hier darf ich's sein!

Es folgten Jahre des Wachstums und der Persönlichkeitsbildung, begleitet von Erfolgen und Rückschlägen...

So seien zu nennen, die Einschulung im Sommer 1989, das überwechseln zur Orientierungsstufe im Sommer 1993 und schließlich der Wechsel zum Hermann-Billung-Gymnasium im Sommer 1995, das sie dann 2002 erfolgreich mit dem ABI abschloß.

Nicht zu vergessen seien vielfältige Freizeitgestaltungen und sportliche Betätigung, sowie die Musik:

Schon früh zeigte sich, dass das 'Prinzesschen' eher zu einer scheuen kleinen Wildkatze taugte, die Ihre Freizeit am liebsten in den Wipfeln der Bäume, oder in den (mehr oder weniger einsamen) Tiefen des Waldes verbrachte, oder, wenn das Wetter zu nichts taugen wollte in die Welt der Bücher und Träume eintauchte oder Bilder und Konstruktionen verschiedenster Art entwarf.

Mann versuchte Ihr Interesse in Richtung Musik und Sport zu beeinflußen, was jedoch in Einzelunternehmungen wie Soloklavier und Reiten, sowie Sprint oder Weitsprung endete. Mit Tieren schien sie allgemein eine gemeinsame Basis zu besitzen, kaum ein Hund, der nicht vor Ihren Füßen anhielt, um sich Streicheleinheiten abzuholen, kaum ein Tier vor dem das Kätzchen Angst verspürte.

Schließlich bildeten sich Freizeitschwerpunkte im Bereich der Natur: Pfadfinder, dem Sport: Reiten, als auch der Fantasie: lesen und zeichnen, die Ihre Freizeit voll und ganz erfüllten. Doch vor einigen Jahren begann das Kätzchen Sehnsucht nach Gesellschaft zu empfinden und begann im Internet in einem Chat mit Leuten aus Koblenz Kontakte aufzubauen. Hier erschien zum ersten Mal der Name Tiger für das Kätzchen. Viele Freundschaften bildeten sich und bestehen bis heute und auch der Name Tiger gelang zu allgemeiner Akzeptanz.

So ist zu beobachten, dass an Ihrem Wahlstudienort Clausthal kaum ein Mensch sie anders als mit Tiger anzusprechen pflegt. Da das wilde kleine Kätzchen das Studieren äußerst interessant findet hat es beschloßen etwas länger zu verweilen, obwohl dies seitens der Eltern nicht immer auf Gegenliebe stößt. Dafür aber zu vielen neuen Kontakten, neuen Einsichten und wichtiger Lebenserfahrung führt...

Da allein das Studieren das Leben einer großen Katze nicht ausfüllen kann, und der Chat zunehmend schwächer besucht wurde nahm das Kätzchen eines Tages neue Projekte in Angriff und so ist sie in Wort und Bild auf HotorNot zu finden. Die Gemeinschaft dort hat ihr so gut gefallen, dass sie mittlerweile auch hier zu ungezählten Treffen gefahren ist und immer wieder gerne fährt.

    Fortsetzung folgt...